Alexander Gunkel

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Die Gewinnung guter Mitarbeiter wird schwieriger.
Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)

Oft wird argumentiert, eine bKV stärkt die Mitarbeiterbindung und hilft bei der Fachkräftegewinnung. Können Sie das nachvollziehen – und warum?

Die Gewinnung gut ausgebildeter Mitarbeiter wird für viele Arbeitgeber aufgrund des Fachkräftemangels immer schwieriger. Daran wird auch die Corona-Pandemie nichts ändern. Da kann es helfen, wenn Arbeitgeber ihre Attraktivität für Bewerber dadurch erhöhen, in dem sie sich besonders um die soziale Absicherung ihrer Beschäftigten kümmern. Eine betriebliche Krankenversicherung, z. B. eine Zahnzusatzversicherung, ist ein guter und einfacher Weg dazu.

 

In Sachen Besteuerung herrschte lange Unklarheit. Nun hat der Bundesfinanzhof klargestellt, dass Beiträge zu einer bKV im Rahmen der 44-Euro-Freigrenze steuer- und sozialabgabenfrei sein können. Wie beurteilen Sie die Neuregelung?

Wir haben uns seit vielen Jahren dafür eingesetzt, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten im Rahmen der 44-Euro-Regelung steuer- und beitragsfrei zusätzlichen Schutz durch eine betriebliche Kranken- und Pflegezusatzversicherung gewähren können. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass der Bundesfinanzhof nun für Klarheit gesorgt hat und diese Frage jetzt hoffentlich dauerhaft geklärt worden ist. Arbeitgeber brauchen Verlässlichkeit bei den steuer- und beitragsrechtlichen Rahmenbedingungen, wenn sie zusätzliche Sozialleistungen für ihre Beschäftigten erbringen.

 

Der Arbeitgeberverband Chemie und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie haben sich auf eine betriebliche Pflegezusatzversicherung geeinigt. Ein Vorbild auch für andere Branchen?

Den Chemie-Tarifpartnern ist mal wieder eine echte tarifpolitische Innovation gelungen. Denn sie haben als erste Branche eine tarifvertragliche Pflegezusatzversicherung vereinbart. Besonders attraktiv ist, dass die Pflegeversicherung nach dem Ende des Arbeitsverhältnisses fortgeführt werden kann und es zu günstigen Konditionen möglich ist, Angehörige mit abzusichern und die Leistungen aufzustocken. Die Chemie-Tarifpartner haben damit der wachsenden Bedeutung des Themas Pflege Rechnung getragen und für die Beschäftigten einen Benefit geschaffen, der gewiss sehr geschätzt wird. Die Chemie wird ganz sicher nicht die einzige Branche mit einer tariflichen Pflegezusatzversicherung bleiben.

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