Holger Eich

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Das funktioniert sehr gut
Holger Eich, Geschäftsführer des Bereichs Mathematik-Statistik im PKV-Verband
Holger Eich, Geschäftsführer des Bereichs Mathematik-Statistik im PKV-Verband

Herr Eich, seit wann gibt es die betriebliche Krankenversicherung?

Wann der Name das erste Mal verwendet wurde, kann ich nicht genau sagen. Es gibt eine Reihe von Unternehmen, die schon seit vielen Jahren Gruppenversicherungsverträge anbieten. Mit der steigenden Nachfrage und dem Bekanntwerden des Produkts hat sich dann der Begriff „betriebliche Krankenversicherung“ durchgesetzt.

 

Das heißt, die betriebliche Krankenversicherung wird immer beliebter?

Die Nachfrage entwickelt sich in jüngster Zeit rasant. Die Zahl der versicherten Personen ist zwischen 2015 und 2017 um fast 100.000 Personen auf 672.500 gestiegen. Allein 2018 sind schon beinahe 90.000 weitere Versicherte dazu gekommen. Und das sind nur die Versicherten, bei denen der Arbeitgeber die Beiträge übernimmt. Daneben gibt es noch zahlreiche Varianten der bKV, bei denen sich Chef und Angestellte die Beiträge teilen.

Die Versicherer verzichten in der bKV auf eine Gesundheitsprüfung. Wie ist das möglich?

Bei einer individuellen Versicherung besteht die Gefahr, dass sich jemand erst dann versichert, wenn er erkrankt ist. In einer Gruppe von Versicherten sind die Unterschiede und Risiken besser verteilt und der Versicherer kann ein Durchschnittsrisiko ermitteln.

 

Funktioniert das auch in Betrieben mit wenigen Mitarbeitern?

Das funktioniert sehr gut. Denn häufig bilden die bKV-Versicherer das Versichertenkollektiv nicht nur aus den Mitarbeitern eines einzigen Arbeitgebers, sondern gleich von mehreren. So wird schnell aus drei bis vier Häusern eine größere Gruppe an versicherten Personen, über die sich das Risiko verteilt. Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum der Versicherungsschutz oft auch für Angehörige mit angeboten wird. Denn auch damit wird die Gruppe größer und das Risiko verteilt sich besser.

 

Also lohnt es auch für Kleinunternehmen, sich nach einer bKV umzusehen?

Ja, klar. Kleine Unternehmen erhalten unter Umständen zwar nicht ein speziell für sie angefertigtes Versicherungspaket. Aber zum Beispiel eine klassische Zahnzusatzversorgung kann eigentlich jedem Unternehmen angeboten werden.

Weiteres Interview

BDA Alexander Gunkel
 

Alexander Gunkel (BDA)

Für das Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) kann eine bKV in Zeiten des Fachkräftemangels bei der Mitarbeitergewinnung helfen. 

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