Maike Theine

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Das hat nicht jeder
Maike Theine, Human Resources Managerin bei GKN Powder Metallurgy
Maike Theine, Human Resources Managerin bei GKN Powder Metallurgy

Frau Theine, warum haben Sie sich entschlossen, die bKV anzubieten?

Zum einen wollten wir unseren Mitarbeitern etwas Gutes tun. Auch wir als Arbeitgeber profitieren von einem gesunden Team. Zum anderen ist die bKV ein wichtiger Faktor beim Halten und Gewinnen von Mitarbeitern. Das ist wichtig, denn mittlerweile können wir Fachkräfte nicht mehr so leicht finden, gerade was Facharbeiter und Ingenieure angeht.

 

Das Angebot spielt also eine Rolle in den Bewerbungsgesprächen?

Auf jeden Fall. Bei Einstellungsgesprächen sind die Bewerber immer positiv überrascht, wenn ich das Thema anspreche. Da höre ich oft: „Das hat nicht jeder.“ Inwieweit die bKV letztlich den Ausschlag für eine Zusage gibt, kann ich aber natürlich nicht sagen.

Welche Leistungen umfasst Ihr Versicherungspaket?

Wir haben bei einem Versicherer Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung im Krankenhaus sowie eine Zahnversicherung abgeschlossen. Über ein zweites Unternehmen schließen wir Vorsorgeuntersuchungen mit ein. Auch Familienmitglieder der Mitarbeiter können sich für die Leistungen entscheiden. Dafür haben sie drei Monate Zeit.

 

Wie sind Sie bei der Einführung vorgegangen?

Wir haben im Vorfeld die Betriebsräte aus allen deutschen Werken mit ins Boot geholt und ihnen unseren Plan vorgestellt. Das war notwendig, weil das Angebot verpflichtend für alle Mitarbeiter sein sollte und die Arbeitnehmer im Jahr 2010 Einkommensteuer auf die Beiträge zahlen mussten. Die Betriebsräte haben das Angebot gründlich geprüft. Dabei sind sie schnell zu dem Schluss gekommen, dass das eine gute Sache ist. Wir haben die bKV dann gemeinsam im Rahmen einer Betriebsvereinbarung eingeführt.

 

Wie haben die Mitarbeiter reagiert?

Um ehrlich zu sein, waren viele Mitarbeiter anfangs recht skeptisch, weil sie die Beiträge damals versteuern mussten. Je nach Anzahl der Kinder und Steuerklasse sind das etwa 12 bis 15 Euro im Monat. Doch als die ersten Mitarbeiter Leistungen aus der Versicherung in Anspruch genommen hatten, hat sich das geändert. Die betreffenden Kollegen haben sehr positiv über ihre Erfahrungen berichtet. Das hat sich in den Werken schnell herumgesprochen. Da haben wir einen echten Durchbruch erzielt. Nach zwei Gerichtsurteilen wurden die Beiträge ja sogar steuer- und abgabenfrei gestellt. Zumindest bis 2014…

 

Damals hat die Finanzverwaltung erwirkt, dass auf bKV-Beiträge doch wieder Abgaben und Steuern zu zahlen sind. Nun gab es aber im Sommer 2018 ein neues Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH), das das anders sieht. Wie gehen Sie damit um?

Das führt natürlich zu großer Unsicherheit. Denn die Finanzämter sagen ganz klar, dass sie gar nichts ändern, solange es keine neue Anweisung des Ministeriums gibt. Wir können als Arbeitgeber aber selbst unter Bezug auf die BFH-Rechtsprechung nicht aufhören, Steuern und Sozialabgaben auf die Beiträge abzuführen. Das ist für uns zu risikoreich. Deswegen bereiten wir für unsere Mitarbeiter zurzeit Briefe vor, mit denen Sie beim Finanzamt Einspruch gegen ihren Steuerbescheid erheben können. Aber letztlich wird das nur ein Bruchteil tun. Dafür ist die Materie zu kompliziert.

 

Was erwarten Sie von der Politik?

Wir erwarten vom Bundesfinanzministerium nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung aus 2018 ganz dringend, dass es die Beiträge zur bKV wieder steuer- und abgabenfrei stellt. Und wir erwarten das ganz schnell.

Ich werde das nie vergessen.
Christoph Adler arbeitet seit rund 11 Jahren bei GKN und ist verantwortlich für den technischen Vertrieb.
Christoph Adler arbeitet seit rund 11 Jahren bei GKN und ist verantwortlich für den technischen Vertrieb.

Herr Adler, haben Sie schon einmal von der betrieblichen Krankenversicherung Ihres Arbeitgebers Gebrauch gemacht?

Ja, vor 6 Jahren wurde bei mir eine Tumorerkrankung diagnostiziert. Da wurde im Krankenhaus das gesamte Programm abgefahren: Bestrahlung, Chemotherapie, Nachsorge und so weiter. Da war es von großem Vorteil, dass ich über die Versicherung bei GKN die Chefarztbehandlung abgedeckt hatte.

 

Inwiefern war das von Vorteil?

Ich hatte immer einen festen Ansprechpartner, der mich im Detail über die jeweiligen Therapieschritte informierte. Diese Fürsorge hat unheimlich gut getan. Auch vom Kopf her. Denn dass man sich wohl fühlt, ist für die Genesung sehr wichtig. Das war der Fall. Deswegen werde ich das nie vergessen.

 

Wie lief die Abwicklung?

Ich habe mich im Krankenhaus angemeldet, habe meine Versicherungskarte vorgelegt und das war’s. Das habe ich auch meinen Kollegen erzählt. Die konnten zunächst nämlich gar nicht glauben, wie unkompliziert das funktioniert.

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